Gefahren von Regentonnen und Swimmingpools

Tödliche Wasserflächen: In der Natur sind offene Wasserflächen Bestandteil natürlicher Lebensräume. Die von Menschen gemachten Wasserbehälter stellen aber für viele Tierarten eine lebensbedrohliche Falle dar, da sie sich in wichtigen Merkmalen von den natürlichen Wasservorkommen unterscheiden. Viele Jungvögel aber auch Igel und andere Kleinlebewesen wie Amphibien und Mäuse ertrinken in der Regentonne oder im Swimming-Pool, wenn sie hereinfallen. Der Grund liegt an den meist senkrechten und aalglatten Wänden, welche für sie – trotz ihrer herausragenden anatomischen Beschaffenheit – ein unüberwindbares Hindernis darstellen: Sie schwimmen und schwimmen bis sie irgendwann erschöpft ertrinken. Selbst ein Feuersalamander kann sich nur begrenzte Zeit an der Wasseroberfläche halten. Unerfahrene Vögel können offenbar nicht mehr auffliegen, wenn die Füsse im Wasser keinen Halt mehr finden.

Abhilfe schaffen ist simpel: Bei grösseren Wasserflächen wie im Swimming-Pool oder dem Planschbecken im Garten befestigt man – je nach Grösse – ein oder mehrere Bretter mit einer rauhen, ungehobelten Oberfläche. Diese sollten schräg ins Wasser reichen. In öffentlichen Anlagen sind solche “Hühnerleitern“ zum Glück immer häufiger anzutreffen. Kleinere Wassergefässe wie eine Regentonne sollte man mit mindestens einem leichten, schwimmenden Holzstück oder einem Korkstückausrüsten. In beiden Fällen dienen diese Massnahmen dem sicheren Ausstieg aus der tödlichen Falle. Wer auf Nummer sicher gehen will: Das Abdecken der Wasserfläche ist eine weitere Möglichkeit, der tödlichen Falle entgegenzuwirken. Ohne Aufwand dafür mit grossem Nutzen lässt sich z.B. eine Regentonne mit einem Maschendrahtgitter abdecken, das im Herbst auch noch das Falllaub abhält.

 

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