Der 1. August – kein Fest für Tiere

Des einen Freud, des anderen Leid: Der Nationalfeiertag

Am ersten August kommt es jedes Jahr zu Unfällen. Nicht nur Menschen werden verletzt. Für die meisten Tiere ist der 1. August eine Strapaze, für manche endet er gar tödlich. Aufgrund des sensibleren Hörvermögens und den ungewohnten Lichtreflexen leiden bei den Haustieren vor allem die Hunde unter der bunten Knallerei. Aber auch Herdentiere wie Kühe, Schafe oder Pferde können in Panik geraten und blind vor Angst sogar Weidezäune durchbrechen und unkontrolliert auf die Strasse rennen. Auch umherirrende Wildtiere sind keine Seltenheit und jedes Jahr sorgen verwirrte Hunde und Katzen auf den Strassen für eine grosse Unfallgefahr, auch für den Menschen.

Melden Sie der Polizei unter der Notrufnummer 117 oder im Kanton Zürich dem Tierrettungsdienst (24-Stunden-Notfallzentrale 044 211 22 22), wenn Sie ein Tier in Not sehen.

Zum Schutz von Mensch und Tier hält man sich am besten an die kantonalen Richtlinien: Feuerwerke erst am eigentlichen Feiertag abzufeuern. Kaufen Sie Feuerwerk ohne Knalleffekte! Auch wäre es sinnvoll, die Feuerwerksaktivitäten auf einen zentralen Ort zu konzentrieren, also z.B. im Dorf an der öffentlichen Feier. Rücksichtsnahme und ein paar Überlegungen können viel Schaden verhindern. Niemals in der Nähe von Ställen oder weidenden Tieren Feuerwerk ablassen. Ein gesundes Mass schont auch den Geldbeutel.

Was tun als Haustierhalter?

  • Heimtiere nicht ins Freie lassen
  • Räume leicht verdunkeln, damit die Lichter nicht zu sehen sind
  • Mit ängstlichen Hunden nur zur Versäuberung nach draussen gehen und diese an einem verletzungsfreien Brustgeschirr angeleint führen
  • Mit Musik die Knallerei etwas abschwächen
  • Versuchen Sie auf keinen Fall den Hund zu beruhigen: dies bestätigt seine Angst!
  • Beruhigungsmedikamente nur in Absprache mit dem Tierarzt verabreichen und sich an die Dosis halten!

August-Feuer als Todesfalle

Meist werden die Holzhaufen für die Nationalfeier schon ein paar Tage zuvor aufgeschichtet mit dramatischen Folgen: Ein trockener Holzhaufen ist ein idealer Unterschlupf für viele Kleinlebewesen wie Igel, Mäuse, Blindschleichen, Salamander, Kröten und Schlangen. Wenn dann der Haufen angezündet wird ist es für die Tiere zu spät: sie können nicht mehr rechtzeitig flüchten oder die um das Feuer herumstehenden Menschen versperren ihnen den Fluchtweg und sie verbrennen bei lebendigem Leibe! Holzhaufen sollten also erst am 1. August aufgeschichtet werden. Bereits aufgeschichtete Haufen unbedingt nochmals vorsichtig umschichten! Eine andere Variante besteht darin, dass ein Schutzzaun für Kleinlebewesen aufgestellt wird, bevor das Holz aufgeschichtet wird. Machen Sie Ihre Verwandten und Bekannten, aber auch öffentliche Personen der Gemeinden darauf aufmerksam.

 

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